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Zu den herausragenden Sammlungen des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zählt das Herbarium von Johann Albert Luyken (1784-1867). Bereits als Schüler erkundete der aus Wesel stammende Luyken die Flora rund um Detmold. Seine Sammlung vergrößerte sich während einer zweijährigen Europareise erheblich, auf der er viele berühmte Botaniker traf und Pflanzen mit ihnen austauschte. Nach dieser Reise ließ er sich als Augenarzt in Amsterdam nieder. Später lebte er bis zu seinem Tod auf Huis Landfort.

1936 gelangte die Sammlung Luyken als großzügige Schenkung nach Münster. Von besonderem Wert ist dieses über 12.000 Pflanzen umfassende Herbarium, da es die ältesten Pflanzenbelege aus Westfalen enthält.

Das Herbarium steht auch als Symbol für die engen deutsch-niederländischen Beziehungen, die durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gefördert werden. Es zeigt eindrucksvoll, wie fruchtbar wissenschaftliche Zusammenarbeit und kultureller Austausch über Landesgrenzen hinweg sein können.

Die Sammlung Luyken kam im Jahr 1936 als Schenkung in das Museum und umfasst mehr als 8000 Aufsammlungen von Farn- und Blütenpflanzen sowie Moose, Flechten und Pilze aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Alle Belege wurden auf ihren Originalbögen montiert und in der Herbardatenbank erfasst. Die große Bedeutung dieses Herbariums liegt darin, dass sich hier die ältesten Aufsammlungen aus Westfalen befinden und er im Kontakt mit anderen bedeutenden westfälischen Sammlern stand.

LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen

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